Kann die Medizin Verantwortung an die sogenannte «KI» delegieren?
Viele medizinische Entscheidungen werden künftig im Zusammenspiel zwischen hochqualifizierter menschlicher Expertise und der datengetriebenen Intelligenz von KI-Systemen entstehen. Was sind die Herausforderungen und Konsequenzen?
Künftige medizinische Entscheidungen entstehen im Zusammenspiel von menschlicher Expertise und datengetriebener KI. Beide verfügen über spezifische Stärken, zugleich aber auch über eigene Grenzen. Gerade weil Mensch und KI unterschiedliche Arten von Fehlern machen, entsteht ein grosses Potenzial für eine sinnvolle Zusammenarbeit. An der Schnittstelle entstehen jedoch auch neue Risiken, etwa durch Fehlinterpretationen oder fehlerhafte menschlich-algorithmische Interaktionen.
Der Programmpunkt zeigt, wie verständliche und interaktive KI helfen kann, Stärken zu verbinden und verantwortungsvolle Entscheidungen in der Medizin zu fördern.
Darüber hinaus stehen u.a. folgende Punkte zur Diskussion:
- In welchen Intelligenzbereichen sollten wir noch gezielter als bisher auf sogenannte «KI» setzen? Welche Intelligenzbereiche sollten in den Händen von Menschen bleiben? Wieviel Verantwortung bleibt dem Mensch?
- Ist unter dem Einfluss der KI mit einer Veränderung der Verantwortung im Gesundheitsbereich zu rechnen, besonders im Verhältnis zwischen Leistungserbringern und Versicherern?
- Mit welchen Herausforderungen in der Entwicklung und Implementierung der KI sieht sich die Spitallandschaft konfrontiert?
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Haben wir in der Schweiz eine Regulierung, die all diese Themen adressiert?
- Christian Baumgartner, Assistant Professor for Health Data Science, Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern
- Peter G. Kirchschläger, o. Professor für Theologische Ethik, Leiter des Instituts für Sozialethik ISE, Universität Luzern
- David Vasella, Rechtsanwalt, Partner Walder Wyss
- Susanne Wegener, Leitende Ärztin, Klinik für Neurologie, USZ